Zulässigkeit des Pflichtfelds Namen bei Kontaktformular

Wir sind uns im Kollegenkreis mehrerer DSB uneinig, ob in einem Kontaktformular die Namensangabe zulässig ist. In diesem Fall ist es keine allgemeine Kontaktaufnahme, sondern die Anforderung eines Antrags auf Mitgliedschaft in einer Organisation.

  1. Die Begründung für die Unzulässigkeit verneint schlicht ein berechtigtes Interesse und sieht die Email-Adresse als ausreichende Kontaktmöglichkeit.
  2. Die Begründung der Zulässigkeit sieht die Anwendbarkeit von Art.6 DSGVO (1) lit a (vorvertragliche Maßnahmen) und lit f (berechtigtes Interesse), da zumindest das tatsächliche Beitrittsinteresse über den Namen erkennbar sein muss. Alle weiteren (gesetzlich vorgeschriebenen und notwendigen) Daten werden ohnehin erst in dem mit dem Namen vorausgefüllten Formular abgefragt, das der Person zugeschickt wird.
    Wie sieht das der Rest der DSB-Kollegen?

Hallo

ich wäre auch bei den vorvertraglichen Maßnahmen aus Art 6 Abs 1 lit b DSGVO. Eine Mitgliedschaft nur an der Mail Adresse festmachen die man ja recht einfach ändern kann halte ich für schwierig. Der Name ist da besser.

Wenn schon Datenminimierung, warum dann nicht konsequent? Wie wär’s mit einem Formular zum einfachen Download?

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Sorry, aber was ist das denn für ein Verwaltungsaufwand? Ein Formular per Kontaktformular abfordern? Entweder ein Onlineformular zur Aufnahme bereitstellen (dann Name notwendig zur Vertragserfüllung), oder wie von @haderner bereits dargestellt das Formular zum Download anbieten (welches dann im schlimmsten Fall ausgedruckt, manuell ausgefüllt - mit vergessenen Pflichtfeldern - wieder eingescannt und per E-Mail an die Organisation geschickt wird, wo es dann manuell in die Mitgliederverwaltung eingepflegt wird).

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Warum nur fällt mir der Oldie von Reinhard Mey ein, “Antrag auf Erteilung eines Antragformulars”
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Wie geheim ist die Organisation, dass Interessenten ihr Interesse per Namensangabe legitimieren sollen? Zumal sich auch jede Person einen Namen ausdenken kann.
Für das Interesse an einer Mitgliedschaft ist der Name unerheblich. Eine Rechtsgrundlage fällt mir dazu nicht ein.

Freimaurer?
Kommt mir sehr weitgehend vor. Das Abwägungsmaterial hängt von der Art der Organisation und dem verfolgten Zweck ab.